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Begleitskript zum Graecumkurs 2011/WS

 

 

Alphabet

Α, α   Alpha (ἄλφα) álfa  ( άλφα ) a [ a], []
Β, β ϐ Beta (βῆτα) víta  ( βήτα ) b [ b]
Γ, γ   Gamma (γάμμα) gám(m)a  ( γάμ(μ)α ) g [ g]
Δ, δ   Delta (δέλτα) délta  ( δέλτα ) d [ d]
Ε, ε ϵ Epsilon (ἔ ψιλόν) épsilon  ( έψιλον ) e [ e]
Ζ, ζ   Zeta (ζῆτα) zíta  ( ζήτα ) z [zd], [dz]
Η, η   Eta (ἦτα) íta  ( ήτα ) ē [ ɛː]
Θ, θ ϑ Theta (θῆτα) thíta  ( θήτα ) th [tʰ]
Ι, ι   Iota (ἰῶτα) ióta  ( ιώτα ) i [ i], []
Κ, κ ϰ Kappa (κάππα) káp(p)a  ( κάπ(π)α ) k [ k]
Λ, λ   Lambda (λάμβδα) lámda  ( λάμδα ) l [ l]
Μ, μ   My (μῦ) mi  ( μι ) m [ m]
Ν, ν   Ny (νῦ) ni  ( νι ) n [ n]
Ξ, ξ   Xi (ξῖ) xi  ( ξι ) x [ks]
Ο, ο   Omikron (ὄ μικρόν) ómikron  ( όμικρον ) o [ o]
Π, π ϖ Pi (πῖ) pi  ( πι ) p [ p]
Ρ, ρ ϱ Rho (ῥῶ) ro  ( ρω ) r(h) [ r], [rʰ]
Σ, σ ς   6,  C 7 Sigma (σῖγμα) sígma  ( σίγμα ) s [ s], [ z]
Τ, τ   Tau (ταῦ) taf  ( ταυ ) t [ t]
Υ, υ   Ypsilon (ὔ ψιλόν) ýpsilon  ( ύψιλον ) y
bei αυ, ευ, ου: u
[ y], []
Φ, φ ϕ Phi (φῖ) fi  ( φι ) ph [pʰ]
Χ, χ   Chi (χῖ) chi  ( χι ) ch [kʰ]
Ψ, ψ   Psi (ψῖ) psi  ( ψι ) ps [ps]
Ω, ω   Omega (ὦ μέγα) oméga  ( ωμέγα ) ō [ ɔː]

 

 

Texte

1. Vom Wesen der Welt: Der Philosoph Thales, einer der sieben Weisen, äußert sich über das Weltall ungefähr so. Der Kosmos hat Verstand, wie auch die Menschen Verstand haben. Der Verstand des Kosmos aber ist Gott. Anaximander aber sagt, dass viele Kosmen in dem Unendlichen sind und viele Himmel. Die Himmel aber hält Anaximander für Götter.

2. Die Welt - ein Organismus: Chrysippos, Apollodoros und Poseidonios sagen, dass der Kosmos ein Lebewesen ist und dass er eine Seele hat. Denn alle Lebewesen haben Seelen, auch die Pflanzen. Aber die Rede der Stoiker ist: Das Lebewesen ist stärker als das Nicht-Lebewesen: Aber nichts ist stärker als der Kosmos: Folglich ist der Kosmos ein Lebewesen. Die Seelen der Menschen aber kommen aus der Seele des Kosmos. Aber auch den Sternen, der Sonne und dem Mond sind Seelen/sind beseelt/haben Seelen.

3. Ein Begriff wird zerlegt: Viele Philosophen, am meisten aber die Stoiker, sagen, dass von den Guten die einen Tugenden seien, die anderen nicht. Folglich glauben sie, dass die Besonnenheit zwar, Gerechtigkeit, Tapferkeit, seelische Größe, Kraft und Stärke Tugenden der Seele seien, aber die Freude, Fröhlichkeit und ähnliche Güter nicht Tugenden seien: Sie sagen, von den Tugenden seien die einen die Wissenschaften und Künste, die anderen nicht. Die Besonnenheit also, Gerechtigkeit und Tapferkeit sind zwar nach der Meinung der Stoiker Wissenschaften und Künste, seelische Größe aber und Stärke sind weder Wissen noch Können.

4. Erzieher gesucht: Der König Antigonos schreibt dem Philosophen Zenon, er solle sich freuen. Ich denke, dass ich dir zwar an Glück und Ruhm überlegen bin, an Wortgewalt und Bildung und vollendetem Glück aber, welches du hast, unterlegen bin. Deshalb schreibe ich dir, zu mir zu kommen: Denn ich hoffe, dass du mir nicht widersprichst. Jetzt zwar nämlich erziehst du wenige, in Makedonien aber viele. Komm zu uns: Erziehe und führe den König zur Tugend hin. So machst du auch das Volk für die Tapferkeit bereit.

5. Die in sich ruhende Persönlichkeit: Der Weise lässt sich weder von irgendeinem zwingen, noch zwingt er irgendeinen, weder lässt er sich abhalten, noch hält er ab, weder lässt er sich von irgendeinem nötigen, noch nötigt er irgendeinen selbst, weder gebietet er, noch lässt er sich gebieten. Weder nämlich tun die Weisen schlechtes, noch geraten sie in schlechtes hinein, weder lassen sie sich schädigen, noch schädigen sie. Und nur bei den Weisen entsteht Freundschaft, unter den minderwertigen aber ist es möglich, dass keine Freundschaft entsteht. Denn die Güter sind Gemeingut der Weisen, aber das Gemeingut der Minderwertigen sind die schlechten Dinge.

 

 

 

>>>> In diesem Zusammenhang: Überlebenswortschatz zum Graecum online <<<<

 

 

 

 εἰμί – sein 

-

wie eigentlich in allen Sprachen handelt es sich bei 'sein' um ein Hilfsverb.

 

  Indikativ Konjunktiv Optativ Imperativ Infinitiv Partizip
Präsens εἰμί
εἶ
ἐστί(ν)
ἐσμέν
ἐστέ
εἰσί(ν)

ᾖς

ὦμεν
ἦτε
ὦσι
εἴην
εἴης
εἴη
εἴημεν/εἶμεν
εἴητε/εἶτε
εἴησαν/εἶεν
-
ἴσθι
ἔστω
-
ἔστε
ἔστων/ὄντων/ἔστωσαν
εἶναι ὤν
οῦσα
ὄν
Imperfekt ἦν
ἦσθα
ἦν
ἦμεν
ἦτε
ἦσαν
         
Futur ἔσομαι
ἔσῃ/ἔσει
ἔσται
ἐσόμεθα
ἔσεσθε
ἔσονται
  ἐσοίμην
ἔσοιο
ἔσοιτο
ἐσοίμεθα
ἔσοισθε
ἔσοιντο
  ἔσεσθαι ἐσόμενος
ἐσομένη
ἐσόμενον

 

Artikel

- steht grundsätzlich vor dem Bezugsnomen; es gibt im Altgriechischen nur den bestimmten Artikel.

 

 

Maskulinum

Femininum

Neutrum

Singular

Dual

Plural

Singular

Dual

Plural

Singular

Dual

Plural

Nominativ

ὁ (ho)

τώ (tṓ)

οἱ (hoi)

ἡ (hē)

τά (tā́)

αἱ (hai)

τό (tó)

τώ (tṓ)

τά (tá)

Genitiv

τοῦ (toû)

τοῖν (toîn)

τῶν (tôn)

τῆς (tês)

ταῖν (taîn)

τῶν (tôn)

τοῦ (toû)

τοῖν (toîn)

τῶν (tôn)

Dativ

τῷ (tôi)

τοῖν (toîn)

τοῖς (toîs)

τῇ (têi)

ταῖν (taîn)

ταῖς (taîs)

τῷ (tôi)

τοῖν (toîn)

τοῖς (toîs)

Akkusativ

τόν (tón)

τώ (tṓ)

τούς (toús)

τήν (tḗn)

τά (tā́)

τάς (tás)

τό (tó)

τώ (tṓ)

τά (tá)

 

Alpha-/A-Deklination

 

  Maskulinum Femininum
νεανίας (Stamm: νεανῐᾱ-) junger Mann στρατιώτης (Stamm: στρατιωτᾱ-) Soldat στρατιά (Stamm: στρατιᾱ-) Heer, Armee γλῶσσα (Stamm: γλωσσᾰ-) Sprache
Singular Plural Singular Plural Singular Plural Singular Plural
Nominativ νεανίας (neaníās) νεανίαι (neaníai) στρατιώτης (stratiṓtēs) στρατιῶται (stratiôtai) στρατιά (stratiā́) στρατιαί (stratiaí) γλῶσσα (glôssă) γλῶσσαι (glôssai)
Genitiv νεανίου (neaníou) νεανιῶν (neanιôn) στρατιώτου (stratiṓtou) στρατιωτῶν (stratiōtôn) στρατιᾶς (stratiâs) στρατιῶν (stratiôn) γλώσσης (glṓssēs) γλωσσῶν (glōssôn)
Dativ νεανίᾳ (neaníāi) νεανίαις (neaníais) στρατιώτῃ (stratiṓtēi) στρατιώταις (stratiṓtais) στρατιᾷ (stratiāi) στρατιαῖς (stratiaîs) γλώσσῃ (glṓssēi) γλώσσαις (glṓssais)
Akkusativ νεανίαν (neaníān) νεανίας (neaníās) στρατιώτην (stratiṓtēn) στρατιώτας (stratiṓtās) στρατιάν (stratiā́n) στρατιάς (stratiā́s) γλῶσσαν (glôssăn) γλώσσας (glṓssās)
Vokativ νεανία (neaníā) νεανίαι (neaníai) στρατιῶτᾰ (stratiôtă) στρατιῶται (stratiôtai) στρατιά (stratiā́) στρατιαί (stratiaí) γλῶσσα (glôssă) γλῶσσαι (glôssai)

O-Deklination

 

 

Maskulinum

Neutrum

ἄνθρωπος (Stamm: ἀνθρωπο-) Mensch

δῶρον (Stamm: δωρο-) Geschenk

Singular

Plural

Singular

Plural

Nominativ ἄνθρωπος (ánthrōpos) ἄνθρωποι (ánthrōpoi) δῶρον (dôron) δῶρα (dôră)
Genitiv ἀνθρώπου (anthrṓpou) ἀνθρώπων (anthrṓpōn) δώρου (dṓrou) δώρων (dṓrōn)
Dativ ἀνθρώπῳ (anthrṓpōi) ἀνθρώποις (anthrṓpois) δώρῳ (dṓrōi) δώροις (dṓrois)
Akkusativ ἄνθρωπον (ánthrōpon) ἀνθρώπους (anthrṓpous) δῶρον (dôron) δῶρα (dôră)
Vokativ ἄνθρωπε (ánthrōpe) ἄνθρωποι (ánthrōpoi) δῶρον (dôron) δῶρα (dôră)

 

Konsonantische Deklination

 

Maskulinum, Femininum

Neutrum

Singular

Dual

Plural

Singular

Dual

Plural

Nominativ -ς oder — -ες -ᾰ
Genitiv -ος (oder -ως) -οιν -ων -ος (oder -ως) -οιν -ων
Dativ -οιν -σι(ν) -οιν -σι(ν)
Akkusativ -ᾰ -ᾰς oder -ς (-νς) -ᾰ
Vokativ -ς oder — -ες -ᾰ
 

 

 

Superlativ und Substantivierung

 

 
 

Akzent

 

Bei Interpunktion oder Umgebungswechsel, wie bei der Verwendung in einem deutschen Satzgefüge, erfolgt Akzentwechsel.

Beispiel: 'Das Wort φvx η´ bedeutet' und eben nicht φvx η`.

 

Akut, griech. Oxeia, (´) für den Hochton

Gravis, griech. Bareia, (`) für den Tiefton

Zirkumflex, griech. Perispomenē, ( ῀ ) für den Steig- und Fallton

Spiritus asper ( ῾ ): ὕ δωρ hydōr („Wasser“), ῥ υθμός rhythmos („Rhythmus“)

Spiritus lenis ( ᾽ ): ἐ γώ egō („ich“)

 

 

 

Präpositionen - erweitert um Elemente aus der Wikipedia (Altgriechisch)

 

Präposition Transkription nach sich ziehender Kasus Übersetzung
ανά aná Akkusativ über ... hin; pro, je
άνευ ánef (Genitiv) ohne
αντί andí Akkusativ, Genitiv statt, anstatt; um, für (Preis)
από apó Akkusativ, (Genitiv) von, seit, ab, aus; als (Komparativ) u.a.
βάσει vási Genitiv auf Grundlage
για gia Akkusativ für, wegen, über (Bezug) u.a.
διά diá (Genitiv, Akkusativ) durch; für, wegen
διαμέσου diamésou Genitiv mittels
δίχως díchos Akkusativ ohne
εις, ες is, es (Akkusativ) nach, zu u.a.
εκ, εξ ek, ex (Genitiv) aus, von
εκτός ektós Genitiv außerhalb
ελλείψει ellípsi Genitiv mangels
εν en (Dativ) in
έναντι énandi Genitiv gegen, für
εναντίον enandíon Genitiv gegen
ένεκα, ένεκεν éneka, éneken Genitiv aufgrund, causa
ενόψει enópsi Genitiv angesichts
εντός entós Genitiv innerhalb
ενώπιον enópion Genitiv vor, vor dem Angesicht
εξαιτίας exetías Genitiv aufgrund
επί epí (Genitiv, Dativ, Akkusativ) auf, bei, zu; mal (Math.)
ίσαμε ísame Akkusativ bis
κατά katá Akkusativ, Genitiv gemäß, entlang, während; gegen
λόγω lógo Genitiv wegen
με me Akkusativ mit u.a.
μέσω méso Genitiv durch, mittels, via
μετά metá Akkusativ, (Genitiv) nach; (mit)
μεταξύ metaxý Genitiv zwischen, unter
μέχρι(ς) méchri(s) Akkusativ, (Genitiv) bis
παρά pará Akkusativ, (Genitiv, Dativ) trotz; (bei)
πέρα(ν) péra(n) Genitiv jenseits, außer, über ... hinaus
περί perí Akkusativ, Genitiv über (Bezug), betreffs, circa
πλέον pléon Genitiv mehr als, außer, zuzüglich zu
πριν prin Akkusativ vor
προ pro Genitiv vor
προς pros Akkusativ zu, zu ... hin
σε se Akkusativ in, an, auf, zu, bei u.a.
συν syn Dativ plus, mit
υπέρ ypér Genitiv, (Akkusativ) zugunsten, für; über
υπό ypó (Akkusativ, Genitiv) unter
χωρίς chorís Akkusativ ohne
ως, έως os, éos Akkusativ bis