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(Josef Theobald) Dieser Beitrag in der Yahoogroup DIALOG2000 ist die korrigierte Fassung von JUAIKUM1.

Obige Yahoogroup wurde von mir vor etwa 10 Jahren gegründet.


JÜDISCHE WEISHEITEN

"Die Stellung ehrt nicht der Mann, sondern der Mann ehrt seine
Stellung."

"Zuerst erscheint der Weise dem Unwissenden wie ein goldener
Becher; lässt er sich mit ihm näher ein, so erscheint er ihm
wie ein silberner Becher; hat er ihm endlich gar einen Dienst
erwiesen, so erscheint er ihm als ein irdenes Gerät, das zer-
brochen wird und keiner Herstellung mehr fähig ist."

"Eine größere Wohltat erweist der Arme dem Wohltäter als der
Wohltäter dem Armen."

"Mehr zu schätzen ist der, der zu Taten anregt, als der sie
selbst ausübt."

"Das Salz des Geldes ist Wohltun."

"Es ist verdienstlicher, zu leihen, als Almosen zu spenden,
aber noch verdienstlicher ist, zu einem Geschäftsbetriebe
zu verhelfen."

"Wenn ein Armer kein Almosen nehmen will, gebe man es ihm
als Darlehen, und später lasse man es ihm als Geschenk."

"In seinem Hause ist auch der Geringste ein Fürst."

"Für Speise und Trank verausgabe der Mensch unter seinem
Vermögen, seine Kleidung richte er nach seinem Vermögen
ein, Frau und Kinder aber suche er über sein Vermögen zu
ehren, denn diese sind von ihm abhängig, wie er von Gott."

Quelle:

"Ausgewählte Stücke aus der jüdischen Literatur" aus LEHRBUCH
DER JÜDISCHEN GESCHICHTE UND LITERATUR von Dr. M. Levin, Verlag
von M. Poppelauer, Berlin 1908, Seiten 227 ? 229.